Familiengartenverordnung und Reglemente des FGV Luzern

Statuten des Familiengärtnervereins Luzern (FGVL)

 

  1. I.               Name, Sitz und Zweck

Name und Sitz

Art.  1

Unter dem Namen FAMILIENGÄRTNERVEREIN LUZERN (FGVL) besteht ein gemeinnütziger, zweckdienlicher Verein im Sinne von Art. 60 ff. des Zivil­gesetzbuches mit Sitz in Luzern.

Zweck

Art.  2

Der Verein bezweckt den Familiengarten- und Freizeitgedanken zu pflegen und die Schaffung von Familiengärten zu fördern.

2.1   Der Verein nutzt Kulturland von der Stadt Luzern oder anderen Anbie­tern. Er wandelt dieses in Familiengärten um und gibt die Parzellen an seine Mitglieder weiter.

2.2   Der FGVL kann sich mit anderen Vereinen zu einem Verband zusammen­schliessen oder bestehenden Verbänden beitreten.

2.4   Die Bestimmungen der Verordnung über die Benützung der Familien­gärten (nachfolgend Familiengartenverordnung) der Stadt Luzern, die Arealpläne sowie die Arealnutzungsverträge sind bindend einzuhalten.

2.5.  Der Verein ist konfessionell und politisch neutral.

 

  1. II.              Mitgliedschaft und Mitgliederpflichten

Mitgliedschaft

Art.  3

3.1.  Das Garten- und Vereinsjahr dauert vom 1. Januar bis 31. Dezember.

3.2   Über die Aufnahme entscheidet der Arealvorstand.

3.3   Für alle Parzellennutzer und Funktionäre des FGVL ist die Mitgliedschaft obligatorisch. Als Aktivmitglieder gelten diejenigen Personen, welche den Parzellennutzungsvertrag unterschrieben haben.

3.4   Es ist eine Eintrittsgebühr zu entrichten, deren Betrag durch den Zentral­vorstand festgelegt wird. Jedem Neumitglied werden durch den Areal­vorstand die Aufnahmebestätigung, die Statuten und Reglemente des FGVL und die Familiengartenverordnung der Stadt Luzern abgegeben.

3.5   Personen ohne Parzellennutzungsvertrag, welche den FGVL unter­stützen, können als Gönner- oder Passivmitglieder aufgenommen werden. Sie haben nur beratende Stimme.

3.6   Personen, die sich um den Verein besondere Verdienste erworben haben, können auf Antrag der Geschäftsleitung von der Generalver­sammlung zu Ehrenmitgliedern bzw. Ehrenpräsidenten ernannt werden.

3.7   Nutzern einer Familiengartenparzelle ist es untersagt, Teile ihrer Parzelle ohne Bewilligung des Arealvorstandes an Drittpersonen abzutreten.

 

 


Pflichten

Art.  4

Mit der Aufnahme in den Verein verpflichten sich die Mitglieder:

4.1   Die Bestrebungen des Vereins aktiv zu unterstützen, sich an die Statuten und Reglemente des FGVL, die Familiengartenverordnung der Stadt Luzern, die Arealpläne und die Bestimmungen der Arealnutzungs- sowie Parzellennutzungsverträge zu halten.

4.2   Die zugeteilte Gartenparzelle zu bepflanzen und zu unterhalten.

4.3   Die von der Generalversammlung beschlossenen Beiträge und das städtische Benutzungsentgelt zu entrichten. Mahngebühren und Spesen werden von der Geschäftsleitung bestimmt.

4.4   Für die Verbindlichkeiten des Vereins haftet nur das Vereinsvermögen.

Erlöschen der

Mitgliedschaft

Art.  5

5.1   Die Mitgliedschaft erlischt:

-       durch freiwilligen Austritt

-       durch Tod

-       durch Ausschluss gemäss Ziffer 5.6

5.2   Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate. Kündigungen haben mit ein­geschriebenem Brief auf den 30. September an den entsprechenden Areal­vorstand zu erfolgen, der die Weitergabe der Gartenparzelle regelt.

5.3   In ausserordentlichen Fällen kann eine Parzelle vom Nutzer im Einver­ständnis mit dem Arealvorstand auch vorzeitig gekündigt werden.

5.4   Wird eine Parzelle gekündigt, muss bei Uneinigkeiten eine neutrale Schatzungskommission den Wert der bestehenden Bauten und Be­pflanzungen bestimmen. Die Kosten tragen je zur Hälfte Verkäufer und Käufer.

5.5   Bei Austritt ist die Parzelle in sauber geräumtem Zustand zu übergeben. Eingetragene Vorbehalte oder wesentliche Verstösse gegen die Familiengartenverordnung der Stadt Luzern müssen vorgängig korrigiert werden. Mit einer verbindlichen Regelung und der Zustimmung der städtischen Stelle kann die Sanierung auf den Nachfolger übertragen werden.

5.6   Mitglieder, die den Pflichten nicht nachkommen, den Verein oder seine Mitglieder schädigen, kann nach vorheriger schriftlicher Verwarnung die Gartenparzelle durch den Arealvorstand gekündigt werden. Die Kündi­gung hat automatisch die Auflösung der Mitgliedschaft zur Folge. Auf Wunsch kann eine Gönnerschaft oder Freimitgliedschaft durch die Generalversammlung anerkannt werden. Gegen diesen Entscheid kann innerhalb von 30 Tagen bei der Geschäftsleitung zuhanden der ordentli­chen Generalversammlung Einsprache erhoben werden. Während der Rekurszeit ruhen die Rechte des auszuschliessenden Mitgliedes. Der Entscheid der Generalversammlung ist endgültig.

5.7   Ausgetretene oder ausgeschlossene Mitglieder haben keinen Anspruch auf das Vereinsvermögen. Sie haften jedoch für verfallene oder nicht bezahlte Beiträge und Benutzungsentgelte oder ausstehende Rech­nungsbeiträge.

 

 

Stimm- und Wahlrecht

Art.  6

6.1   Jedes Aktivmitglied ist stimm- und wahlberechtigt.

6.2   Gönner- und Freimitglieder haben nur beratende Stimme.

 

  1. III.      Finanzen

Einnahmen

Art.  7

Für die Erfüllung seiner Aufgaben hat der FGVL folgende Einnahmen:

7.1   Eintrittsgebühren

7.2   Mitgliederbeiträge

7.3   Benutzungsentgelt

7.4   Erlös aus vereinseigenen Aktionen und Aktivitäten

7.5   Subventionen und Legate

 

  1. IV.     Organisation

Organe

Art.  8

Die Organe des FGVL sind:

A      Die Generalversammlung

B      Der Zentralvorstand

C      Die Geschäftsleitung

D      Die Kontrollstelle

E      Die Arealversammlungen

F      Die Arealvorstände

 

A     Die Generalversammlung

Bestellung und Befugnisse

Art.  9

OberstesOrgan des Vereins ist die Generalversammlung. Dieser obliegt die Behandlung folgender Geschäfte:

9.1   Genehmigung des von der Geschäftsleitung vorzulegenden Jahres­berichtes und des Protokolls der letzten Generalversammlung

9.2   Genehmigung der Rechnung des Vereins und Entgegennahme des Berichtes der Kontrollstelle

9.3   Genehmigung des Budgets

9.4   Kenntnisnahme der personellen Geschäftsleitung und des Zentral­vorstandes

9.5   Wahl der Kontrollstelle

9.6   Festsetzung der Jahresbeiträge

9.7   Festlegung des Stundenansatzes für nicht geleisteten Frondienst

 

9.8   Statutenänderungen. Hierzu ist ein Mehr von zwei Dritteln der anwesenden, stimmberechtigen Mitglieder nötig.

9.9   Beschlussfassung von Anträgen, die auf der Traktandenliste aufgeführt sind. Anträge müssen der Arealversammlung zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden. Die Beschlüsse sind der Geschäftsleitung bis zum 31. Dezember zur Traktandierung einzureichen.

Einberufung

Art.  10

10.1 Die ordentliche Generalversammlung findet einmal jährlich im ersten Quartal statt.

10.2 Ausserordentliche Generalversammlungen werden von der Geschäfts­leitung einberufen, wenn wichtige und dringliche Geschäfte es erfordern oder wenn es mindestens ein Fünftel aller Mitglieder schriftlich, unter Angabe der zu behandelnden Geschäfte, verlangt.

10.3 Die Einladungen zu den Generalversammlungen müssen den Teilnah­meberechtigten unter Angabe der zu behandelnden Traktanden mindes­tens 14 Tage vor der Versammlung schriftlich zugestellt werden.

Beschlussfassung

Art.  11

11.1 Statutengemäss einberufene Generalversammlungen sind unabhängig von der Zahl der anwesenden Stimmberechtigten beschlussfähig.

11.2 Jedes Aktivmitglied hat nur eine Stimme.

11.3 Bei Abstimmungen entscheidet das einfache Mehr.

11.4 Bei Wahlen ist im ersten Wahlgang das absolute, im zweiten Wahlgang das relative Mehr der abgegebenen Stimmen entscheidend. Bei Stim­mengleichheit entscheidet der Vorsitzende.

11.5 Abstimmungen und Wahlen erfolgen in der Regel offen. Auf Beschluss der Geschäftsleitung, oder wenn mindestens ein Fünftel der anwesen­den Stimmberechtigten dies verlangt, sind die Wahlen geheim durchzu­führen.

 

B     Der Zentralvorstand

Zusammensetzung

Art.  12

12.1 Der Zentralvorstand setzt sich aus der Geschäftsleitung und den Areal­präsidenten zusammen. Den Vorsitz führt der Präsident der Geschäfts­leitung.

Befugnisse

Art.  13

13.1 Leitung des Vereins

13.2 Pflege der Beziehungen zu den Arealvorständen

13.3 Behandlung der Begehren der Arealvorstände

13.4 Wahl der Geschäftsleitung

13.5 Beratung und Antragstellung an die Generalversammlung über Änderungen der Statuten.

 

 

 

13.6 Beratung und Beschlussfassung über Anträge der Arealvorstände und von Mitgliedern, wenn sie an der Generalversammlung erheblich erklärt wurden.

13.7 Festlegen der Entschädigungen für die Funktionäre

 

Art.  14

14.1 Der Zentralvorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der unter Art. 12.1 angeführten Mitglieder anwesend ist.

14.2 Wahlen und Abstimmungen werden offen durchgeführt, sofern nicht eine geheime Abstimmung verlangt wird.

14.3 Der Zentralvorstand überwacht die Einhaltung der städtischen Familien­gartenverordnung und der Arealpläne.

 

C.    Die Geschäftsleitung

Zusammensetzung

Art.  15

15.1 Die Geschäftsleitung setzt sich zusammen aus:

a)     Präsident

b)     Aktuar

c)     Kassier

d)     Bauchef

e)     Wasserchef

Das Amt des Vizepräsidenten übernimmt eines der unter b) bis e) auf­geführten Mitgliedern der Geschäftsleitung.

Die Mitglieder der Geschäftsleitung sollen abwechslungsweise aus den dem Verein unterstellten Arealen gewählt werden.

15.2 Die Amtsdauer beträgt zwei Jahre. Alle Mitglieder sind wieder wählbar.

15.3 Die Geschäftsleitung konstituiert sich selbst.

15.4 Der Amtsantritt der Geschäftsleitung erfolgt in der Regel nach der ordentlichen Generalversammlung.

Befugnisse

Art.  16

16.1 Die Geschäftsleitung führt die Vereinsgeschäfte im Rahmen der Weisungen des Zentralvorstandes und ist für alle Vereinsangelegen­heiten zuständig, die durch die Statuten nicht anderen Vereinsorganen vorbehalten sind.

16.2 Kollektiv zeichnungsberechtigt zu zweit sind der Präsident oder der Vizepräsident zusammen mit dem Aktuar oder dem Kassier.

16.3 Der Präsident beruft die Generalversammlung und die Sitzungen des Zentralvorstandes ein und leitet sie.

16.4 Der Vizepräsident vertritt den Präsidenten im Verhinderungsfall.

16.5 Der Aktuar führt in der Geschäftsleitung und im Zentralvorstand für alle Sitzungen und Versammlungen ein gesondertes Protokoll und erledigt die Korrespondenz in Zusammenarbeit mit dem Präsidenten.

 

 

 

16.6 Der Kassier führt die Buchhaltung des Vereins sowie des Hilfsfonds. Er erstellt die Jahresrechnung und das Budget nach vorheriger Beratung mit der Geschäftsleitung.

16.7 Der Bauchef ist zuständig für die Erstellung und den Unterhalt sämt-
li­cher Bauten gemäss den Weisungen der zuständigen städtischen Behörden und unter Berücksichtigung allfällig notwendiger Baubewilli­gungen. Er erstellt das Baubudget auf Antrag der Arealvorstände.

16.8 Der Wasserchef ist zuständig für den Unterhalt der allgemeinen Wasser­leitungen nach Rücksprache der Arealvorstände und gemäss den Weisungen der zuständigen städtischen Behörden.

16.9 Bei Unstimmigkeiten jeder Art in den Arealen entscheidet die Geschäfts­leitung.

Beschlussfassung

Art.  17

17.1 Die Geschäftsleitung ist beschlussfähig, wenn mindestens drei Mitglieder anwesend sind.

17.2 Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit zählt die Stimme des Präsidenten doppelt.

 

D.    Die Kontrollstelle

Bestellung

Art.  18

18.1 Die Generalversammlung wählt für die Amtsdauer von zwei Jahren eine Kontrollstelle bestehend aus drei Mitgliedern und einem Ersatzmitglied. Das amtsälteste Mitglied führt während zwei Jahren den Vorsitz und scheidet nach dieser Zeit aus.

18.2 Die Mitglieder der Kontrollstelle dürfen nicht gleichzeitig Mitglied der Geschäftsleitung oder des Zentralvorstandes sein. Sie haben nur beratende Stimme.

18.3 Die Kontrollstelle wird zur letzten Sitzung im Rechnungsjahr des Zentral­vorstandes eingeladen, kann aber, wenn notwendig, jederzeit beigezo­gen werden.

Befugnisse

18.4 Die Kontrollstelle hat die Rechnungsführung des Vereins zu prüfen und der Generalversammlung Bericht und Antrag zu stellen.

18.5 Die Kontrollstelle hat das Recht, jederzeit im Laufe des Jahres eine Prüfung der Vereinsrechnung vorzunehmen. Der Kassier ist ihr jederzeit Rechenschaft schuldig.

18.6 Die Kontrollstelle hat das Recht, Einsicht in die Protokolle der Geschäftsleitung oder des Zentralvorstandes zu nehmen.

 

 

 

E.     Die Arealversammlungen

Befugnisse

Art.  19

Der Arealversammlung obliegt die Behandlung folgender Geschäfte:

19.1 Genehmigung des vom Arealvorstand vorzulegenden Jahresberichtes und des Protokolls der letzten Arealversammlung

19.2 Genehmigung der Rechnungen des Areals und Entgegennahme des Berichtes der Kontrollstelle

19.3 Genehmigung des Arealbudgets

19.4 Wahl des Arealpräsidenten, der Arealvorstandsmitglieder und der Mitglieder der Kontrollstelle

19.5 Festsetzung des Arealbeitrages

19.6 Beschlussfassung über den Unterhalt der Areale in Zusammenarbeit mit dem Zentralvorstand

19.7 Beschlussfassung von Anträgen

Einberufung

Art.  20

20.1 Die Arealversammlungen finden jährlich im vierten Quartal des laufenden Jahres, oder im ersten Quartal des folgenden Jahres, mindestens aber 14 Tage vor der jährlichen Generalversammlung des Familiengärtnervereins Luzern statt.

20.2 Der Zentralvorstand ist zu den Arealversammlungen einzuladen.

20.3 Kommt ein Arealvorstand seinen Verpflichtungen nicht nach, oder wenn dringliche und wichtige Arealgeschäfte es erfordern, können ausseror­dentliche Arealversammlungen nach Rücksprache mit der Geschäfts­leitung einberufen werden.

20.4 Die Einladungen zu sämtlichen Arealversammlungen müssen den Teil­nahmeberechtigten unter Angabe der zu behandelnden Traktanden mindestens 14 Tage vor der Versammlung schriftlich zugestellt werden.

Beschlussfassung

Art.  21

21.1 Bei Abänderungen von Arealvereinbarungen ist eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden Stimmberechtigten notwendig.

21.2 Jedes Arealmitglied hat nur eine Stimme.

21.3 Für die Wahlen gilt zuerst das absolute, dann das relative Mehr der anwesenden Stimmberechtigten. Bei Stimmengleichheit zählt die Stimme des Vorsitzenden doppelt.

 

F.     Die Arealvorstände

Bestellung

Art.  22

22.1 Die Zahl der Vorstandsmitglieder richtet sich nach der Zahl der Aktiv­mitglieder. Bis 50 Arealmitglieder mindestens drei Mitglieder, ab 51 Arealmitgliedern bis sieben Mitglieder.

22.2 Die Arealvorstände setzen sich aus einem Präsidenten, Vizepräsiden­ten, Aktuar, Bauchef, Kassier und Wasserchef zusammen. Je nach Grösse eines Areals können verschiedene Chargen zusammengelegt werden.

 

22.3 Für besondere Aufgaben können Kommissionen bestellt werden.

22.4 Die Wahl des Präsidenten erfolgt einzeln, die übrigen Mitglieder können gemeinsam gewählt werden. Die Amtsdauer beträgt zwei Jahre, alle Mitglieder sind wieder wählbar.

Befugnisse

Art.  23

23.1 Der Arealvorstand ist für die ordnungsgemässe Einberufung der Areal­versammlungen verantwortlich.

23.2 Aufsicht über das Einhalten der städtischen Familiengartenverordnung, der Arealpläne und der Verpflichtungen aus den Areal- und Parzellen­nutzungsverträgen

23.3 Entgegennahme von Wünschen und Beschwerden von Arealmitglie­dern, Erledigung der angenommenen Aufträge oder Weiterleitung an die Geschäftsleitung

23.4 Ausführung der Anordnungen der Geschäftsleitung und des Zentralvor­standes und Unterstützung deren Bestrebungen

23.5 Die Arealvorstände sind verantwortlich für den Unterhalt und die richtige Entleerung der Wasserleitungen im Herbst.

23.6 Die Arealvorstände sind zuständig für die öffentliche Ausschreibung und Vergabe der Familiengartenparzellen.

Versagen eines
Arealvorstandes

Art.  24

24.1 Versagt ein Arealvorstand trotz Mahnungen, so kann der gesamte Vorstand oder das entsprechende Mitglied von der Geschäftsleitung abberufen werden.

24.2 Die Geschäftsleitung hat das Recht, ein Areal notfalls bis zur Wieder­herstellung geordneter Verhältnisse unter eine von ihm bestimmte Verwaltung zu stellen.

24.3 In diesem Falle sind die Arealakten sowie die Arealkasse gegen Unter­zeichnung eines Übergabeprotokolls der Geschäftsleitung bis zur Wahl eines neuen Vorstandes in Gewahrsam zu geben.

24.4 Die für diese Wahl zuständige ordentliche oder ausserordentliche Areal­versammlung wird von der Geschäftsleitung einberufen.

24.5 Bei schwerwiegenden Differenzen innerhalb eines Arealvorstandes ist die Geschäftsleitung unverzüglich zu orientieren. Diese hat das Recht, zwecks Lösung der Differenzen an den Sitzungen des Arealvorstandes mit beratender Stimme teilzunehmen.

Beschlussfassung

Art.  25

25.1 Ein Arealvorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Mehrheit der Mitglieder anwesend ist.

25.2 Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit zählt die Stimme des Vorsitzenden doppelt.

25.3 Beschliesst ein Arealvorstand eine grössere Aktion wie beispielsweise Durchführung eines Gartenfestes, Tag der offenen Tür usw., so ist die Geschäftsleitung zu orientieren.

 

 

 

  1. V.       Gemeinschaftsarbeiten

Zweck

Art.  26

26.1 Gemeinschaftsarbeiten dienen dem Vereinsinteresse, indem dem Verein ermöglicht wird, auf kostengünstige Art die notwendigen Arbeiten in den einzelnen Arealen durchzuführen.

26.2 Unter Gemeinschaftsarbeiten sind die Erstellung und der Unterhalt sämtlicher vereinseigener und dem allgemeinen Interesse der Mitglieder dienender Einrichtungen zu verstehen.

Festlegung der Pflichtstunden

 

Art.  27

27.1 Der Arealvorstand beschliesst und gibt an der Arealversammlung bekannt, welche Arbeiten gemeinschaftlich auszuführen sind. Er legt die Zahl der Pflichtstunden fest.

27.2 Es ist nicht erlaubt, Stunden über das Pflichtmass hinaus auf andere Mitglieder zu übertragen.

27.3 Über die von den Mitgliedern geleisteten Stunden ist eine Kontrolle zu führen.

Aufgebot

Art.  28

28.1 Der Arealvorstand ist dafür verantwortlich, dass die Mitglieder zu diesen Arbeiten rechtzeitig mündlich oder schriftlich aufgeboten werden. Dies kann durch Anschläge in den Arealen erfolgen.

Pflichten

Art.  29

29.1 Jedes Mitglied ist verpflichtet, das Aufgebot des Arealvorstandes zu befolgen.

29.2 Mitglieder können aus gesundheitlichen Gründen oder altershalber von den Gemeinschaftsarbeiten befreit werden.

Nicht Erfüllen der Pflichtstunden

Art.  30

30.1 Erfüllt ein Mitglied die notwendigen Pflichtstunden und Gemeinschafts­arbeiten nicht, so werden ihm diese in Rechnung gestellt.

30.2 Der Stundenansatz wird jeweils vom Zentralvorstand festgelegt und an der Generalversammlung bekannt gegeben.

 

 

 

  1. VI.     Schlussbestimmungen

 

Art.  31

31.1 Über die Auflösung des FGVL und die Verteilung eines eventuellen Vereinsvermögens entscheiden die Mitglieder an einer ordentlichen oder ausserordentlichen Generalversammlung. Für den Vollzug der Auflö­sung ist eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden Stimmberechtigten nötig.

31.2 Diese Statuten wurden an der Generalversammlung vom 18. März 2016 genehmigt und ersetzen die bisherigen Statuten.

31.3 Integrierender Bestandteil dieser Statuten ist die Familiengarten­verordnung der Stadt Luzern.

Luzern,
im März 2016

FAMILIENGÄRTNERVEREIN LUZERN

Geschäftsleitung

 

Der Präsident

Fredy Doser

 

 

Die Aktuarin

Angela Orpi

 

 

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